Stand: 25.11.2013

Erläuterungen

1. Zur Erhöhung der Energieeffizienz

In mehreren Gutachten(1) (SRU, FVEE, UBA, Greenpeace) wurde übereinstimmend gezeigt, dass die Kosten für den Umbau des Energiesystems durch Maßnahmen zur Reduktion des Energiebedarfs erheblich reduziert werden können. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, bei der die Umwandlung der Primärenergie des verbrannten Gases oder von Holz mit einem sehr hohen Wirkungsgrad, d.h. sehr verlustarm in elektrische und Wärmeenergie umgewandelt wird. Wärme lässt sich – im Gegensatz zu Strom – leicht speichern. Man kann also den Heizkessel immer dann zur Stromerzeugung anwerfen, wenn Wind und Sonne zu wenig Strom liefern, und gleichzeitig Wärme auf Vorrat produzieren. Zum Gelingen der Energiewende müssen also Stromversorgung und Wärmeversorgung gemeinsam betrachtet und dezentral unter Einbeziehung von Regeltechniken entwickelt werden.
In Deutschland beträgt der Anteil des mit KWK erzeugten Stroms derzeit 15%. Man könnte diesen Anteil auf über 50% erhöhen, so wie es heute schon in Dänemark der Fall ist(2). 

Zu 1.1
Am schnellsten und wirkungsvollsten ließe sich KWK in der Industrie verwirklichen, allerdings sollte zugleich der Verbrauch von Erdgas reduziert werden (siehe 4.8)

Zu 1.2
Etwa 45% des Primärenergiebedarfs in Deutschland entfällt auf die Raumwärme. Investitionen zur Wärmeisolation von Gebäuden zahlen sich in Anbetracht der steigenden Preise von Kohle und Heizöl in einem überschaubaren Zeitraum aus. Volkswirtschaftlich gesehen lassen sich durch Verringerung des Bedarfs an importierten Energieträgern hohe finanzielle Risiken vermeiden, so bedeutet z.B. ein Preisanstieg für Erdöl von 100 auf 120 Dollar eine Mehrbelastung von bis zu 40Milliarden EURO(3). Deshalb: je schneller die Reduktion für den Heizungsbedarf verwirklicht wird, umso deutlicher wirkt sie sich finanziell aus.

Zu 1.3 und 1.4
KWK kam bisher nur in größeren Anlagen zum Einsatz, z.B. in Wohnblocks oder Gewerbebetrieben. Auch die kleinste KWK- Einheit, das sog. Daheimkraftwerk von Lichtblick, rentiert sich nur in größeren Wohneinheiten. In jüngster Zeit wurden sog. Mikro-KWK Heizkessel für Einfamilienhäuser entwickelt www.kwkkommt.de. Würden alle 700.000 Heizkessel, die im Zuge der Gebäudesanierung jährlich in Deutschland eingebaut werden, als Stromerzeugende Heizung eingesetzt werden, ließe sich damit jährlich eine elektrische Leistung von der Größenordnung eines Atomkraftwerks installieren (4). Die Förderung durch ein Marktanreizprogramm kann zu einer Preisreduktion durch Massenproduktion führen.

Zu 1.5
Die Nutzung von Wärme aus einem mit KWK betriebenen Nahwärmenetz darf für den Endverbraucher nicht teurer sein als eine direkt mit Gas oder Holz betriebene eigene Heizung. Auch darf z.B. der Anschluss an ein Nahwärmenetz nicht zu einem Wegfall von KFW- Krediten für die Hausübergabestation führen. Beseitigt werden muss auch die Bevorzugung der Gemeinden von Gasleitungen gegenüber Fernwärmeleitungen. Sie bekommen für Gasleitungen eine Konzessionsabgabe, für Wärmeleitungen dagegen nicht. Eine Zusammenstellung der Hemmnisse findet man in der UBA-Studie (2) S. 120.

Zu 1.6
Die Nutzung der Speicherkapazität von Wärmeenergie ist dann möglich, wenn die KWK-Heizkessel zentral gesteuert werden, so dass Strom und Wärme zu den Zeiten erzeugt werden, wenn ein Mangel an Stromerzeugung von EE-Anlagen herrscht.
Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) ermöglicht den Zusammenschluss dezentraler Stromerzeugungsanlagen zu einem interaktiven, so genannten virtuellen Kraftwerk. Hierbei muss der Strom innerhalb des Netzes in beiden Richtungen fließen können und mit regelbaren Stromverbrauchern im Austausch stehen(Lastmanagement). Eine Drosselung der Einspeisung oder Abschalten von EE-Anlagen kann damit vermieden werden.

Zu 1.7
Seit Dezember 2012 ist die Europäische Effizienzrichtlinie in Kraft. Sie verpflichtet die europäischen Staaten, ihren Energieverbrauch jährlich um 1,5% zu verringern. Dieses Ziel ist sehr bescheiden, in Dänemark werden schon seit längerem durch Effizienzmaßnahmen jährlich 3% eingespart. Außerdem darf das Einsparziel nicht durch Schein-Maßnahmen wie die Anrechnung der LKW-Maut verfälscht werden (5). 

Zu 2. Zur Erhöhung der Energieerzeugung aus EE

Eine im März 2013 vorgestellte Studie der Energy Watch Group

(6)

 zum weltweiten Versorgungsszenario mit fossilen und nuklearen Brennstoffen bis 2030 kommt zu dem Ergebnis, dass der globale Energieverbrauch zukünftig nicht mehr ausreichend durch fossile und atomare Ressourcen gedeckt werden kann. Die Studie rüttelt auf:
Nur wenn die globale Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umgestellt wird, können die drohenden Probleme in Zusammenhang mit der Verknappung vermieden werden. Die gerade in Deutschland angestoßene Diskussionen um die Bezahlbarkeit der Energiewende muss in einem anderen Licht gesehen werden: Nicht die Umstellung auf Erneuerbare Energien ist zu teuer und eine Belastung der Wirtschaft, sondern das Festhalten an Erdöl, Erdgas und Kohle wird uns zunehmend wirtschaftlich unter Druck setzen.

Derzeit beträgt der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung etwa 25%. Zahlreiche, auch von der Regierung in Auftrag gegebene Studien zeigen übereinstimmend, dass eine Energiewende umso kostengünstiger wird, je schneller sie verwirklicht wird (Gutachten1 des SRU, des UBA, des FVEE, von Greenpeace u.a.). Den Zuwachs an EE zu bremsen, ist kurzsichtig und belastet die Zukunft in weit höherem Maße. Ziel muss es sein, nicht nur den Strom aus fossilen Energieträgern und Kernkraft zu ersetzen, sondern EE für den gesamten Energiebedarf, einschließlich Heizung, Mobilität, Maschinen und für die chemische Industrie bereitzustellen. Selbst bei deutlichen Einsparungen im Bedarf durch Effizienzgewinne ist deshalb eine gewaltige Steigerung der Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser erforderlich.

Zu 2.1
Die Vorteile von Energiegenossenschaften sind folgende:
• Die Interessen der Bürger werden durch demokratisch legitimierte Sprecher vertreten,
• Regionale Gegebenheiten können optimal genutzt werden,
• Genossenschaften können eigene EE-Anlagen und dazugehörige Netze betreiben, die Gewinne fließen vollständig den Genossenschaftsmitgliedern zu, statt anonymen Investorengruppen.
• Das regionale Handwerk – also Arbeitsplätze – werden gestützt,
• die Energiepreise für die Genossenschaftsmitglieder als Verbraucher sind erheblich weniger abhängig von den steigenden Marktpreisen fossiler Energieträger und daher langfristig niedriger.

Zu 2.2
Eine Analyse des gegenwärtigen Strombedarfs im Vergleich zum Potential der EE- Anlagen zeigt, dass wir auf keine einzige Möglichkeit der Stromerzeugung verzichten können. Einen Eindruck hiervon gibt z.B. der Energiewenderechner des Solarfördervereins Deutschland www.sfv.de/Energiewenderechner. PV-Anlagen auf Dachflächen haben den Vorteil,
• dass der Strom zu einer Tageszeit anfällt, zu der der Bedarf ebenfalls hoch ist,
• dass die Flächen keiner anderen Nutzung vorbehalten sind und daher die Anlagen schnell realisiert werden können,
• dass die Verbrauchernähe gegeben ist und daher das vorhandene Verteilnetz in der Regel ausreicht,
• dass der Bau der Anlagen Arbeitsplätze der in Deutschland bereits weit entwickelten Solarindustrie schafft bzw. sichert.
Die Deckelung des Zubaus von PV-Anlagen zusammen mit der Flexibilisierung der Einspeisevergütung (der sog. atmende Deckel) hat Investitionen unkalkulierbar gemacht und inzwischen einen ganzen Industriezweig in den Ruin getrieben. Die kürzlich erfolgten Eingriffe in die Förderung von EE-Anlagen konterkarieren eine rasche Energiewende und widersprechen sämtlichen Fachgutachten zum Thema. PV-Strom ist heute billiger als Strom aus der Steckdose und wäre billiger als fossiler Strom, wenn die Subventionen und Folgekosten, die aus Steuermitteln gezahlt werden, auf der Stromrechnung erscheinen würden.
Der Widerstand von Seiten der gegenwärtigen Regierung gegen einen beschleunigten Ausbau von PV-Anlagen ist dem Einfluss der vier großen Energieversorgungsunternehmen geschuldet, die weniger verdienen, wenn PV-Strom die Mittagsspitzen entlastet. Ihre teuersten Kraftwerke, die den Preis an der Börse bestimmen, werden dann nicht gebraucht. Außerdem wollen die EVUs ihre profitablen konventionellen Kraftwerke möglichst lange betreiben und fürchten den Machtverlust durch die Konkurrenz der solaren Stromanbieter. Dazu kommt das Versäumnis der Netzbetreiber, mit technischen Umrüstungen das System bei schwankendem Angebot zu stabilisieren und PV-Anlagen aktiv an der Stabilisierung des Stromnetzes zu beteiligen. Die notwendigen Maßnahmen – einschließlich Einsatz von Speichern – haben weder in der Praxis noch in den entsprechenden Verordnungen mit dem bisherigen Ausbautempo der PV-Anlagen Schritt gehalten (siehe Punkt 4).

Zu 2.3
Um das Solarstrompotential optimal ausnutzen zu können, ist die bisherige, unbegründete Beschränkung der Vergütung bei privaten Anlagen auf Gebäudedachflächen aufzuheben. Dazu kommen müssen Überdachungen von Terrassen und Pavillons, Grubenabdeckungen, Mauern, Zäune oder Steilhangflächen auf privaten, bebauten Grundstücken. Auch sollte die Einspeisevergütung für Fassaden gegenüber den geneigten Dachflächen erhöht werden, als Ausgleich für die geringere Energieeffizienz senkrechter Flächen. PV auf Fassaden hat den Vorteil, dass die Stromerzeugung auf die Zeiten tief stehender Sonne verlängert wird und eine Verschattung durch Schneefall entfällt. Eine erhöhte Vergütung sollte auch für Anlagen auf Dächern gezahlt werden, die nach Osten oder Westen geneigt sind, da sie zu einer zeitlichen Verstetigung der PV-Einspeisung beitragen. Bisher wurden EE- Anlagen so geplant, dass sie möglichst viel Strom liefern, ohne Berücksichtigung des erhöhten Wertes, wenn in stromarmen Zeiten eingespeist wird.

Zu 2.4
Die radikale Absenkung der Einspeisevergütung, die Unkalkulierbarkeit zukünftiger Vergütungen nach dem Prinzip des „atmenden Deckels“ und die Beschränkung auf wenige Ausnahmen für Freiflächen haben zahlreiche sinnvolle Vorhaben zum Erliegen gebracht. Auch die Eigenversorgung isoliert gelegener Kommunen wurde dadurch deutlich gebremst. Gerade jetzt, wo sich die Stromerzeugungskosten für PV dem der (subventionierten) Preise fossiler Kraftwerke nähern, ist die Kontinuität der Weiterentwicklung ein Gebot der Stunde. Zu denken wäre z. B. an Überdachungen von PKW-Stellplätzen im Außenbereich. Auch auf minderwertigen Böden, die sich nur zur Beweidung eignen, wie ehemalige Deponien, bringt der Bau von Modulen auf höheren Ständern mit breiten Zwischenräumen eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit. Dies ist ökologisch und energetisch erheblich sinnvoller als der Maisanbau zur Biogaserzeugung

(7).

 

Der Gesetzgeber gewährt Großinvestoren mit Anlagen über 1 MW einen Vorteil gegenüber kleinen Stromproduzenten durch Freistellung von der Abnahmebeschränkung des „Marktintegrationsmodells“ (70% der Spitzenleistung). Diese Ungleichbehandlung ist aufzuheben.

Zu 2.5
Windkraftanlagen an Land stellen die effektivste und kostengünstigste Quelle für EE- Strom besonders im Winterhalbjahr dar. Ihr weiterer Ausbau ist daher zum Erreichen der Energiewende unverzichtbar. Allerdings müssen die Belange der Anlieger und des Landschafts- und des Naturschutzes ebenfalls berücksichtigt werden. Dies gelingt am besten, wenn die Bürger die Möglichkeit bekommen, sich an der Planung und auch am Gewinn zu beteiligen – wie bei einer Genossenschaft. Dabei könnte z.B. auch unter Verzicht auf die maximal mögliche Rendite eine Entscheidung für kleinere WKA fallen. Wie hoch die Akzeptanz von WKA sein kann, zeigt das Beispiel Schleswig-Holstein, wo 70% aller WKA von Genossenschaften betrieben werden

(8).

 

Zu 2.6
In vielen Regionen Deutschlands wurden kleine Wasserkraftwerke, die früher dem Mühlenbetrieb dienten, wegen zu geringer Effizienz aufgegeben. Inzwischen wurde jedoch die Turbinentechnik weiterentwickelt, so dass sich die Stromerzeugung auch bei geringem Wasserdruck lohnt. Es wäre daher sinnvoll, diese Kleinkraftwerke wieder zu reaktivieren, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass in vielen Fällen die Stromerzeugung bedarfsabhängig erfolgen kann. Eine ökologische Durchgängigkeit lässt sich dabei verwirklichen, wie Beispiele aus Deutschland und Holland zeigen

 (9).

 

Zu 2.7
Derzeit erhält eine wachsende Zahl besonders energieintensiver Unternehmen durch die genannten Befreiungen Strom zu einem sehr niedrigen Tarif mit der Begründung, damit ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu erhalten. Diese Entlastung konterkariert alle Anreize zur Effizienzsteigerung. Die Entlastung ohne Gegenleistung stößt allgemein auf Kritik. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gerade die energieintensiven Betriebe könnten durch Effizienzsteigerung und Sparmaßnahmen wirkungsvoll zum Erfolg beitragen. Es ist daher sinnvoll, Vergünstigungen (2012: ca. 10 Mrd. EURO) an Auflagen zur Reduktion des Energieverbrauchs aus dem öffentlichen Netz zu binden.

3. Forschung zur Energieerzeugung mit EE

Im Bereich PV sind weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden. Insbesondere muss dem produzierenden Gewerbe Forschung zur Verfahrensoptimierung ermöglicht werden, die eine Massenproduktion ermöglichen.
Deutschland ist nach Schweden das innovativste Land Europas. Das ist das erfreuliche Ergebnis des sog. Leistungsanzeigers der EU-Kommission. Bemerkenswert ist, dass nicht die Dax-Konzerne, sondern vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Innovationskraft Deutschlands vorantreiben (10). 
Darüber hinaus sollten auch Verfahren zur kleinräumigen Nutzung für entlegene Nutzer weiter entwickelt werden. Steigende Energiepreise können Verfahren zur Energiegewinnung interessant machen, die bisher als ineffizient angesehen wurden. Es gilt, unseren Erfindungsreichtum staatlich zu fördern und zu nutzen – unabhängig von renditeorientierten Firmen als Drittmittelgeber.

Zu 3.1, 3.2 und 3.3
Sowohl der Zubau von Photovoltaik als auch von WKA wie wir sie jetzt kennen, mit ihren großen Rotorblättern wird voraussichtlich an Grenzen der Akzeptanz stoßen, bevor die Energiewende vollständig vollzogen ist. Horizontale Rotoren an hohen Gebäuden oder in ungenutzten Schornsteinen könnten ohne Akzeptanzprobleme zusätzliche Energie liefern und regionale Engpässe schließen. Auch andere, zunächst exotisch anmutende Verfahren wie zum Beispiel Winddrachen verdienen es, weiter verfolgt und optimiert zu werden.

Zu 3.4
Kleinwindanlagen können in Regionen mit guten Windverhältnissen – etwa der Hälfte der Fläche Deutschlands – eine sehr sinnvolle Ergänzung zu PV-Anlagen oder in Verbindung mit kleinen KWK-Anlagen sein. Es gibt inzwischen optisch sehr ansprechende Formen wie den Energy Ball V100 (Durchmesser 1 m, Masthöhe 8,50 m), der speziell für niedrige Windgeschwindigkeiten entwickelt wurde. In Verbindung mit Batteriespeichern bietet sich die Technik für ländliche Regionen an. Im Siedlungsbereich könnte sie bei Einspeisung ins öffentliche Netz Schwankungen des PV-Stroms glätten und trüge damit zur Netzstabilisierung bei. Derzeit werden Kleinwindanlagen nicht über ein Marktanreizprogramm gefördert und der Bestandsschutz ist nicht gesichert. 
Siehe http://www.youtube.com/watch?v=9e9uTxBSxjs

Zu 3.5
Gezeiten- Wellen- und Strömungskraftwerke haben den Vorteil, dass die Stromerzeugung zuverlässig ist. Sie stehen technisch noch am Anfang, ließen sich aber optimieren.

4. Netzstabilisierung und Energiespeicherung

Spannungs- und Frequenzstabilität unseres Stromnetzes ist eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren unserer hoch technisierten Gesellschaft. Hierfür müssen Stromangebot und Nachfrage ständig im Gleichgewicht gehalten werden. Das wechselhafte und sich regional oft sehr rasch verändernde Angebot von Wind- und Sonnenstrom erfordert sowohl eine hohe Flexibilität in Bezug auf sichere Stromquellen (Gas- und Wasserkraftwerke), als auch technische Maßnahmen bei den Produzenten von EE-Strom und bei den Schaltzentralen und -Stationen der Netzbetreiber. Autonome Regelmechanismen ohne Steuerung durch Netzbetreiber würden die Probleme entschärfen. Die Energiewende wird jedoch nur gelingen, wenn die dezentrale Stromlieferung auch mit dezentralen Speichern kombiniert wird. Zu regionalen Einheiten verbundene Stromerzeuger (sog. virtuelle Kraftwerke), netzgetriebene Speicher und steuerbare Lasten gehören zu den innovativen Technologien, die beschleunigt eingesetzt werden müssen.

Zu 4.1
Zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage gehört bei schwankendem Angebot außer hoch flexiblen Kraftwerken das Lastmanagement. Zu einem Teil lässt sich der Verbrauch über den Preis steuern. Hierzu bedarf es eines Informations- und Kommunikationssystems, das als „smart grid“ bezeichnet wird. Die Verantwortung für die Regulierung liegt hierbei dezentral bei den Verteilnetzbetreibern. In Modellregionen wurde das System bereits erprobt: siehe
http://www.e-energy.de/de/E-Energy_Kongress2011/

Zu 4.2
Bei der weiteren Zunahme fluktuierender Stromeinspeisung ist der Einsatz von elektrischen Speichern unverzichtbar. Ein verstärkter Netzausbau ist hierfür kein Ersatz, siehe Punkt 5. Da das Auf- und Entladen eines Speichers stets mit Verlusten verbunden ist, müsste für die Zwischenspeicherung ein finanzieller Ausgleich erfolgen. Zurzeit wird der Strom aus Zwischenspeichern als zusätzliche Stromquelle mit Umsatzsteuer belegt und ist daher teurer als direkt eingespeister Strom. Diese unsinnige Regelung ist fallen zu lassen zu Gunsten einer Regelung, die eine Zwischenspeicherung belohnt, denn sie kann einen wesentlichen Beitrag zur Glättung der Bedarfsspitzen leisten. Dies könnte mit einer einfachen Regelung in kurzer Zeit durch eine höhere Einspeisevergütung erreicht werden, oder indem die Zwischenspeicherung mit einem Dienstleistungsbonus honoriert wird. Damit wäre der Strom, der bei Überangebot bis jetzt durch Abschaltung vernichtet wird, sinnvoll genutzt.
Es muss alles getan werden, um die Bereitschaft zur Zwischenspeicherung zu erhöhen, um ein Misslingen der Netzstabilisierung zu vermeiden.

Zu 4.3
PV-Anlagen liefern Gleichstrom, der in Wechselrichtern in Wechselstrom mit vom Netz vorgegebener Netzfrequenz (50 +- 0,2 Hertz) umgewandelt wird. WKAs liefern Wechselstrom unterschiedlicher Frequenz je nach Windgeschwindigkeit, der zunächst in Gleichstrom umgewandelt und anschließend wieder in Wechselstrom mit der richtigen Frequenz „zerhackt“ wird. Die Wechselrichter dieser Anlagen können zur Netzstabilisierung eingesetzt werden. Mit der derzeitigen Systemstabilisierungsverordnung wird festgelegt, dass bei zu hoher Einspeisung und daraus folgend einem Anstieg der Spannung die Anlage abgeschaltet wird – eine schlechte Lösung. Hier fehlen die Speicher.
Bei größeren neuen Anlagen sind seit Anfang 2012 so genannte blindleistungsfähige Wechselrichter vorgeschrieben. Die Netzstabilisierungsfunktion der Wechselrichter sollte dringend auf die kleinen PV-Dachanlagen ausgeweitet werden. Sie müssen dafür frequenzgesteuert geführt und zusätzlich mit einem relativ kleinen Speicher ausgestattet werden (für eine private 10 m² große Dachanlage reicht eine Batterie von der Größe einer PKW-Starterbatterie(11). Diese Möglichkeit wird bis jetzt nicht genutzt.

Zu 4.4
Um die erforderliche Stabilität der Spannung zu gewährleisten, integrieren die Netzbetreiber bisher zusätzlich installierte Verteiltrafos und Netzkabel. Elektronisch regelbare Ortsnetztransformatoren (RONTs) stellen hierzu eine Alternative dar. Ein RONT ist in der Lage, Netzdaten selbständig auszuwerten und die Spannung nach oben oder unten zu korrigieren. Der Einsatz ist insbesondere bei PV-Anlagen angezeigt, sowie in Gewerbegebieten mit stark schwankender Lastsituation zwischen Werk- und Feiertagen, und zwar sowohl im Mittelspannungsnetz als auch im Niedrigspannungsnetz. Mit RONTs kann eine erhebliche Anzahl zusätzlicher Trafo-Stationen und neuer Netzkabel eingespart werden. RONTs, die flexibel auf Stromabnahme und Solarstromangebot reagieren können, sind auf dem Markt erhältlich (z.B. Maschinenfabrik Rheinhausen).

Zu 4.5
Großkraftwerke verfügen über Generatoren mit Schwungmassen von etwa 30t Gewicht. Hohe Massen erleichtern die Regelung der Spannung und erhöhen so die Netzstabilität. Durch Schwungmassen lässt sich die erforderliche sog. Blindleistung (Auffüllen der Eigenkapazität des Netzes) bereitstellen. Sinnvoll ist der Weiterbetrieb der Generatoren z.B. von stillgelegten AKWs „im Leerlauf“, d.h. mit sehr geringem Antrieb, um ihre Stabilisierungsfunktion zu erhalten. Die Generatoren können dadurch die gleiche Funktion wie große Batterien übernehmen. Wichtig ist vor allem der Zeitgewinn zur Zuschaltung von Stromquellen bei rasch ansteigender Leistungsnachfrage. Vereinzelt wird dies schon praktiziert (AKW Philippsburg, Biblis Block A).

Zu 4.6
Statt den Zubau neuer PV-Anlagen zu drosseln, müsste in Kombination mit einem Marktanreizprogramm eine gesetzliche Verpflichtung zur Zwischenspeicherung bei hoher Leistung eingeführt werden. Bei einer Zwischenspeicherung ab 30% der Peakleistung gleicht der Überschuss am Tag das nächtliche Defizit aus, siehe http://www.sfv.de/artikel/speicherausbau.htm . Für eine Dachanlage von 10 m² müsste eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 3 kWh installiert werden. Eine Alternative für die Batteriespeicherung bei großen Anlagen wäre die Kombination mit KWK-Anlagen (power to heat) oder mit Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff oder Methan (power to gas). Eine solche technische Regelung würde eine Netzstabilisierung bewirkten und könnte vielfach die Verstärkung der vorhandenen Stromleitungen erübrigen.

Zu 4.7
Durch das sog. Demand side management (DSM) lassen sich Stromverbrauchsspitzen glätten und der Speicherbedarf senken. Hierfür bieten sich Kühlhäuser an. Die Steuerung des Stromverbrauchs bei Kühlhäusern ist eine der Komponenten des DSM, die lediglich eine Regeltechnik benötigt, um Stromangebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen. Sie wird teilweise schon praktiziert, könnte aber noch erweitert werden. Auch Gewerbebetriebe, die auf Vorrat produzieren können, kommen für das DSM in Betracht. Entsprechende Investitionen setzen voraus, dass zu Zeiten eines hohen Angebots an Strom aus EE der Preis niedriger ist als zu Zeiten geringen Angebots, so dass Energiekosten eingespart werden können.

Zu 4.8
Zahlreiche Großverbraucher wie z.B. die chemische Industrie, die Papierindustrie oder die Lebensmittelindustrie benötigen rund um die Uhr Wärmeenergie. Sie nutzen dafür Gas, das derzeit mit einem Börsenpreis von ca. 23 €/MWh angeboten wird. Bei einem Überangebot durch EE fällt der Börsenpreis für Strom unter den Börsenpreis von Gas. Wenn man also die Anlagen, die Heizenergie benötigen, auf einen bivalenten Betrieb umrüstet, können sie bei hohem Stromangebot den Stromüberschuss als zusätzliche Stromverbraucher ohne finanzielle Verluste abbauen. Das eingesparte Gas verbleibt im Gasspeicher bzw. im Gasnetz und wird erst wieder zur Wärmeerzeugung genutzt, wenn der Börsenpreis für Strom über den von Gas steigt. Dieses Energieverbundsystem wirkt wie ein Energiespeicher. Eine Überschlagsrechnung hat ergeben, dass bei diesem Verfahren: – Ersatz von Gas durch billigen Überschussstrom – die Speicherkosten unterhalb der Kosten für Pumpspeicher liegen. 2012 lag der Börsenpreis für Strom für etwa 1.400 Stunden unterhalb des Börsenpreises für Gas. Bei einem Anteil der Prozesswärme von 28% des Primärenergiebedarfs könnte somit ein erheblicher Teil der benötigten Speicherkapazität abgedeckt werden (Angaben von Dr. Bernd Brauer, Beitrag zum NEP-Entwurf 2012). Zu fordern ist daher: Investitionsförderung für elektrische Anlagen (z.B. aus einem Energieeffizienzfond) zur preis- bzw. angebotsgeführten Steuerung der Heizenergiequelle – Gas oder Strom – für kontinuierlich arbeitende industrielle Wärmeenergienutzer.

Zu 4.9
Biogasanlagen sind so konstruiert, dass sich bei starker Gasbildung „der Deckel hebt“. Dadurch kann der Gasdruck konstant gehalten werden. Das Gas wird derzeit kontinuierlich entnommen und verstromt (oder aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist). Die Entnahme könnte aber auch diskontinuierlich erfolgen, in Anpassung an den jeweiligen Strombedarf. Auch hier müssten die Zusatzkosten durch einen Dienstleistungsbonus honoriert werden. Die Umrüstung muss sich lohnen.

Zu 4.10
Gesetzlich sind die Netzbetreiber verpflichtet, den mit EE-Anlagen erzeugten Strom vollständig abzunehmen. Zu Zeiten, wenn der Wind kräftig weht und die Sonne scheint, kann aber die gesamte Strommenge nicht abgenommen werden, weil die Stromnetze zu schwach sind und die vorhandenen Kohlekraftwerke ihre Stromerzeugung nur beschränkt drosseln können. Dann stehen die Windräder still. Mit dem Überangebot an Strom aus EE-Anlagen lässt sich aber mittels Elektrolyse Wasserstoff erzeugen. Wasserstoff kann bis zu einem Gehalt von etwa 10% dem Haushaltsgas zugemischt werden. Außerdem lässt sich mit einem katalytischen Verfahren aus Wasserstoff und CO2 Methan erzeugen, das ohne Einschränkungen ins Gasnetz eingespeist werden kann. Unser Gasnetz stellt einen riesigen Energiespeicher dar. Dieses Verfahren – Power to Gas – ist daher unser aussichtsreichster Langzeitspeicher. Entsprechende Anlagen werden bereits für kleine kommunale Stromerzeuger angeboten. Eine großtechnische Anlage befindet sich im Aufbau. Durch Serienproduktion wird sich auch bei „Power to gas“ eine Preisreduktion einstellen. Hier muss die Entwicklung vorangetrieben werden. Da das Gasnetz flächendeckend verfügbar ist, eignet sich „Power to gas“ als dezentraler Speicher im ländlichen Raum, der schnell realisiert werden kann, ohne langfristige internationale Verhandlungen, ohne Kabelverlegung im Meer und ohne Umweltkonflikte, wie sie etwa bei Pumpspeichern in Norwegen zu erwarten sind.
Die Entwicklung der Brennstoffzellentechnik (Stromerzeugung durch „kalte“ Verbrennung von Wasserstoff) ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass mit einer Serienfertigung begonnen werden kann. Hierfür ist ein Marktanreizprogramm zu initiieren. Brennstoffzellen sind auf Grund ihres hohen Wirkungsgrades eine Alternative zu den so genannten Kellerkraftwerken, die mit Gasmotor betrieben werden. Der hohe Wirkungsgrad verleiht der Brennstoffzelle auch im Fahrzeugbau gute Zukunftsaussichten.

5. Forschung und Marktanreizprogramme zum Energiespeichern

Von allen Energieformen – elektrische – chemische – thermische – kinetische Energie besitzt die elektrische Energie die höchste Wertigkeit: sie lässt sich verlustarm in alle anderen Energieformen umwandeln, lässt sich leicht transportieren und hoch konzentrieren (für die Leistung von 1 kWh müsste man 4 m³ Wasser aus 100 m Höhe herabfließen lassen, eine moderne Batterie speichert die gleiche Energie im Volumen eines Schuhkartons). Große Strommengen zu speichern ist jedoch schwierig und teuer.
Weltweit bemühen sich Wissenschaftler und Techniker um Optimierung elektrischer Speicher durch Effizienzverbesserung und Erhöhung der Lebensdauer. Eine weitere Erhöhung des Anteils an EE ist ohne den Bau von Speicheranlagen nicht zu schaffen. Angesichts der Bedeutung, die der Speichertechnologie zukommt, müssen die Gelder, die in Deutschland hierfür bereitgestellt werden, erhöht und zuverlässig bereit gestellt werden.
Ein Ausbau des Stromnetzes ist dafür kein Ersatz, da 1. die Tag/Nacht Zeiten sich in Europa nur um maximal 3 Stunden unterscheiden und 2. die Windverhältnisse erst im Abstand von mehreren Hundert km entkoppelt sind. Das bedeutet, dass für eine Region mit erhöhtem Bedarf nicht automatisch eine Region mit Stromüberschuss zur Verfügung steht. Je höher der Anteil der EE an der Stromversorgung sein wird, desto öfter müssten die Anlagen ohne Speichermöglichkeit abgeregelt werden.

Zu 5.1
Für einen vermehrten Einsatz von Batterien mit einer entsprechenden Software sind insbesondere bei kleinen dezentralen Anlagen finanzielle Anreize zu schaffen, so dass sich die Installation lohnt.

Zu 5.2
Der Speicherbetrieb nimmt eine Schlüsselfunktion für den Zubau der großen Zahl von noch benötigten EE-Anlagen ein. Durch Fernleitungsbau kann Solar- und Windstrom nicht in die frühen Morgen- und späten Abendstunden verschoben werden.
Stromspitzen großer WKAs können in vielen Fällen nicht genutzt werden, da sie die Netze zu stark belasten würden und ein dieser Leistung entsprechender Netzausbau unwirtschaftlich wäre (12). Dies gilt auch für die bereits genehmigten Offshore-Windkraftanlagen. Auch im Küstenbereich von Nord- und Ostsee werden Langzeitspeicher benötigt, da hier keine beständigen Winde wehen wie in der Passatzone. Nord- und Ostsee liegen vielmehr in der unruhigen Westwindzone mit schwankender Windstärke und Flauten. Sinnvoll wären Speicher in Küstennähe. Dazu läuft bereits ein Forschungsvorhaben für Tiefseepumpspeicherwerke: eine druckfeste Kugel von 10 – 20 m Durchmesser wird tief im Meer versenkt. Bei Strombedarf strömt das Wasser in die Kugel und treibt eine Turbine an, bei Stromüberschuss wird das Wasser gegen den hohen Wasserdruck wieder herausgepumpt.
Für leistungsstarke WKAs an Land ohne Anschluss an das Gasnetz könnten elektrische Großspeicher der genannten Typen zum Ausgleich der Leistungsschwankungen dienen. Hierfür bedarf es weiterhin intensiver Forschung und Erprobung.

Zu 5.3
Statt zur Einlagerung von CO2 aus dem teuren und riskanten CCS-Verfahren sollten vorhandene Kavernen als Speicher für Gas genutzt werden. Damit erhöht sich die Sicherheit, auch bei Nebel und lang anhaltenden Windflauten über ausreichende Gasreserven zu verfügen. Eine Verwendung als Druckluftspeicher kann ebenfalls vorgesehen werden.

Zu 5.4
Es gibt bereits Beispiele für eine Nutzung von nicht mehr gebrauchten, aber noch funktionstüchtigen Wassertürmen als kleine Pumpspeicher. Sie werden bei hohem, d.h. billigem Stromangebot gefüllt, und bei Strommangel wird das Wasser wieder abgelassen. Sie können als regionale Ergänzung z. B. für kleinere Betriebe im Außenbereich durchaus sinnvoll sein.
Oft sind es technisch begabte Idealisten, die ungewöhnliche Lösungen zur Energiegewinnung austüfteln. Für derartige Bemühungen muss ein Klima der gesellschaftlichen Anerkennung – etwa durch Preisgewinne und Öffentlichkeitsarbeit – entwickelt werden.

Zu 5.5
Methanol und Äthanol als Energieträger hätten den großen Vorteil, dass sie als Flüssigkeiten nicht unter hohem Druck stehen müssen, um transportfähig zu sein. Ihr Raumbedarf ist geringer und eine Speicherung in Öltanks wäre problemlos. Zur Entwicklung effizienter katalytischer Verfahren aus Wasserstoff über Hydrolyse oder biologische Verfahren müssten umfangreiche Forschungsprogramme eingeleitet werden.

6. Maßnahmen zur Einsparung von fossilem CO2 und reduziertem Energieverbrauch

Mit ihrem Buch „Faktor vier“ haben die Autoren Ernst Ulrich von Weizsäcker, Amory Lovins und Hunter Lovins 1995 eine breite Diskussion zur Notwendigkeit und zu den Möglichkeiten der Einsparung von Energie und Resourcen angestoßen. Bisher haben die Überlegungen jedoch im gesellschaftlichen Bewusstsein und im politischen Handeln keinen signifikanten Niederschlag gefunden. Der Energieverbrauch ist 2012 sogar weiter angestiegen.

Zu 6.1
Einsparungen sind in fast allen Lebensbereichen möglich und sind daher im Einzelfall sehr unterschiedlich. Sie lassen sich offensichtlich nur über den Energiepreis, über Auflagen und Gesetze erreichen. Befreiungen von Steuern und Abgaben, wie sie derzeit für die energieintensive Industrie erfolgen, sind falsch. Im Gegenteil müssen Anreize zur Verminderung des Energieverbrauchs gesetzt werden, - gegen den Widerstand der EVU und Netzbetreiber, die vom hohen Energieverbrauch profitieren.
Ein hoher Energieverbrauch resultiert auch aus der Entsorgung von Abfällen, die nicht in den Stoffkreislauf der Biosphäre aufgenommen werden können. Recycling und eine Umstellung der chemischen Produktion auf wieder verwendbare Verbrauchsgüter gehört daher zum Maßnahmenkatalog einer zukunftsfähigen, energiesparenden chemischen Industrie.

Zu 6.2
Wichtigstes Ziel der Energiewende ist die Reduktion der CO2Emissionen. Zur Förderung von Gaskraftwerken, die eine wesentlich bessere CO2 Bilanz haben, müssen die derzeitigen Benachteiligungen beseitigt werden. Gaskraftwerke liefern zurzeit den teuersten konventionellen Strom, da sie als Spitzenlastkraftwerke nur schwach ausgelastet sind. Das würde sich ändern, wenn weniger Kohlekraftwerke in Betrieb wären. Aus Gründen des Klimaschutzes und der mangelnden Flexibilität der Stromerzeugung (Leistungsreduktion um höchstens 1/3) müssten die konventionellen nicht vollständig abregelbaren Kohlekraftwerke so schnell wie möglich vom Netz genommen werden, da sie die Aufnahme größerer Mengen EE- Strom ins Netz verhindern und zur Zwangsabschaltung von WKAs führen. Bei stärkerer Auslastung der Gaskraftwerke kann der Börsenpreis für Strom aus Gaskraftwerken fallen. Gaskraftwerke sind schnell und von 0 bis 100% regelbar. Sie sind zukunftsfähig, da das Gas schrittweise mit erneuerbarer Energie(Power to Gas) erzeugt werden kann.

Zu 6.3
Erdöl ist ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen, die jeweils Ausgangsbasis für die Synthese vieler tausender organischer Verbindungen sind. Für eine Reihe von Kunststoffen bestehen bereits Synthesewege, bei denen Produkte aus der Natur als Ausgangsstoff verwendet werden: z.B. Stärke für Polyester, Kautschuksaft für Latexgummi, Rapsöl für Hydrauliköl oder Kokosöl für Tenside (Waschmittel). Wenn Erdöl knapp wird, steht der chemischen Industrie nur Biomasse als Kohlenstoffquelle zur Verfügung. Deshalb sollte die stoffliche Verwertung von Biomasse Vorrang vor der energetischen Nutzung haben und entsprechend gefördert werden, – zumal die energetische Nutzung von Biomasse ineffizient und umweltschädlich ist (7). 

7. Maßnahmen für einen angepassten Netzausbau

Der Netzentwicklungsplan (NEP), mit dem die Übertragungsnetzbetreiber von der Regierung beauftragt wurden, geht von der Vorstellung aus, dass der überwiegende Anteil der Stromversorgung von den Großunternehmen geliefert wird und höchstens ein geringer Anteil von dezentralen Kleinanbietern integriert werden müsste. Offshore Windanlagen im Meer, solare Rinnenkraftwerke in Regionen mit viel Sonne wie Spanien und Afrika sollten über Tausende von Kilometern mit den Lastzentren verbunden werden. Dementsprechend galt es, die Großerzeuger mit den Großverbrauchern durch ein Netz von Höchstspannungsleitungen zu verbinden. Die Prognosen zur Entwicklung der dezentralen Stromerzeuger haben sich als Folge des EEGs als falsch erwiesen, aber die Konzeption blieb im Wesentlichen unverändert. Zum 2012 veröffentlichten NEP sind über 2000 Einwendungen eingegangen, die jedoch nur zu geringen Änderungen führten.

Zu 7.1 – 7.2
Der Bundesbedarfsplan für neue Hochspannungsnetze wurde bereits seit 2005 erarbeitet, und zwar zunächst von den vier EVUs Vattenfall, EON, RWE und EnBW. Sie hatten ein weitgehend zentralistisches System vor Augen, bei dem statt der Atomkraftwerke Offshore Anlagen am Meer und riesige solare Rinnenkraftwerke im Süden außerhalb Deutschlands zusammen mit Wasserkraft in Deutschland, Österreich und Norwegen einen steigenden Energiebedarf decken sollten. Sie hatten mit der enormen Zunahme der EE-Anlagen in Deutschland nicht gerechnet. Diese sollten wohl integriert werden, die wesentliche Aufgabe der Stromversorgung sollte jedoch bei den Großunternehmen bleiben.
Von den inzwischen für den Netzentwicklungsplan verantwortlichen Netzbetreibern (Amprion, 50 Hertz Transmission, Transnet BW und Tennet) wurde der sog. Szenariorahmen entwickelt. Darin wurden vier Alternativen einer zukünftigen Stromversorgung durch die verschiedenen vorhandenen und geplanten Kraftwerke vorgestellt. Der Szenariorahmen wurde im Juli 2011 veröffentlicht, blieb aber in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt und wurde in seinen Konsequenzen nicht öffentlich diskutiert. Insgesamt 90 Stellungnahmen dazu wurden von Experten, den Trägern öffentlicher Belange und wenigen interessierten Laien abgegeben. Plan B, der die meiste Unterstützung fand, bildete dann die Grundlage des Entwurfs eines ersten Netzentwicklungsplans (NEP), in dem Stromerzeuger mit Stromabnehmern verbunden sind. Grundsätzliche Kritik wurde bei diesem Verfahren nicht berücksichtigt.
Der NEP weist nach der Analyse von Prof. Lorenz Jarass (13) vier methodische Fehler auf:

  1. Die Entscheidung, welche Kraftwerke zur Stromerzeugung eingesetzt werden, erfolgt nur auf der Basis der Erzeugungskosten, ohne Berücksichtigung der dafür erforderlichen Netzausbaukosten. Wenn also z.B. in München Strom gebraucht wird, dann muss eine Leitung von einem Kohlekraftwerk in Hamburg mit billigem Strom bis nach Süddeutschland gebaut werden. Die Kosten für den Netzbau werden nicht berücksichtigt. Volkswirtschaftlich gesehen wäre es billiger, ein Gaskraftwerk in der Nähe von München zu bauen.
  2. Der NEP ist so ausgelegt, dass auch die sehr selten auftretenden Erzeugungs-spitzen der Windkraftanlagen (wenige Stunden im Jahr) vom Netz aufgenommen werden können. Dadurch werden Hunderte Mio. € investiert, – für einen Mehrertrag von nur einigen Hunderttausend EURO.
  3. Das Stromnetz ist so geplant, dass auch bei Starkwind der Kohlestrom parallel abgeleitet werden kann (der dann exportiert wird). Das widerspricht dem Ziel der Energiewende, nämlich den konventionellen Strom durch EE zu ersetzen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Kraftwerksbetreiber sparen aber die Kosten für das Abregeln und wieder Anfahren der Kohlekraft-werke, die sie selbst tragen müssen, während die Netzausbaukosten von den Stromverbrauchern zu zahlen sind.
  4. Die technischen Möglichkeiten der Netzoptimierung werden nur unzureichend genutzt: Hochtemperaturbeseilung und Temperaturmonitoring als sehr effiziente Maßnahmen zur Reduzierung des Netzneubaus werden nicht eingeplant.

Die Veröffentlichung des Netzentwicklungsplanentwurfs im Sommer 2012 löste eine breite Diskussion aus und resultierte in etwa 2.300 überwiegend kritischen Stellung-nahmen. Unter Berufung auf das beschlossene Szenario, in dem Stromerzeuger und Verbraucher festgeschrieben worden waren, fanden die zahlreichen Einwendungen, die das nach wie vor zentralistische System kritisierten, keine Berücksichtigung. Der modifizierte Netzentwicklungsplan soll nun vom Bundestag als Bundesbedarfsplan gesetzlich verankert werden. Er zementiert den Weiterbetrieb und Neubau von Kohlekraftwerken und verhindert schon allein aus diesem Grund Energiewende und Klimaschutz. Der Zubau von mehreren Tausend km Freileitungs-Hochspannungsleitungen würde dem Stromkunden sehr hohe Kosten (ca. 20 Mrd. Euro in den nächsten 10 Jahren)aufbürden und den Stromversorgern ihre Monopolstellung mit hohem Verdienst sichern.
Der NEP 2013, der bis 14. 04. zur Diskussion steht, weist die gleichen grundsätzlichen Fehler auf wie der NEP 2012. Von Seiten der Regierung wurden Alternativen zu diesem Konzept bisher nicht in Betracht gezogen, so dass keine strukturierte Diskussion dazu stattfinden konnte. Diese müsste unter breiter gesellschaftlicher Beteiligung nachgeholt werden, bevor er zu irreversiblen Festlegungen kommt.

In Veröffentlichungen des DIW (Deutsches Inst. f. Wirtschaftsforschung) wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass kein Grund zur Panik in Bezug auf ein Versorgungsdefizit oder einen Netzzusammenbruch besteht (14). Wir können also die Chancen einer hoch dynamischen technischen Entwicklung nutzen, um eine anders strukturierte, innovative Stromversorgung zu diskutieren und aufzubauen. Regional müssen hierfür den Bürgerinitiativen unabhängige Experten zur Verfügung gestellt werden. Bereits zu Beginn einer Planung muss eine öffentliche Debatte möglich sein, bei der die Auswirkungen der anstehenden Entscheidungen von allen Seiten beleuchtet werden.

Zu 7.3
Als alleinige Energiequelle sind dezentrale EE-Anlagen für unseren Industriestaat wahrscheinlich nicht ausreichend. Für einen Ausgleich zwischen dem hohen Angebot an Windstrom im Norden und dem hohen Bedarf an Energie im Süden sind daher Hochspannungsverbindungen in begrenzter Zahl erforderlich. Für den unumgänglichen Bau von wenigen Fernleitungen, um den Strom der bereits im Bau befindlichen Offshore Windkraftanlagen nach Süddeutschland zu leiten, sind Gleichstromkabel (HGÜ) die sinnvollste Lösung. Sie sind verlustärmer und haben keine elektromagnetischen Felder, die die Gesundheit beeinträchtigen. Außerdem tragen sie zur Netzstabilisierung bei12. Drei HGÜ-Trassen sind im aktuellen Bundesbedarfs¬plan vorgesehen (die wiederum zum Teil der Ableitung von Kohlestrom dienen). Eine Festlegung auf Freileitungen ist jedoch nicht zu akzeptieren. Zahlreiche Bürgerinitiativen setzen sich für Erdkabel ein, und das mit guten Begründungen. Ohne Rücksicht auf den Bürgerwillen wird es weiter zu Protesten und Verzögerungen kommen.
Erdkabel werden von den Übertragungsnetzbetreibern und von der Bundesnetzagentur vehement abgelehnt. Festgezurrt wurde ihr Widerstand mit dem EnLAG (Energieleitungs- und Ausbaugesetz), das nur vier Pilotstrecken als Teilverkabelung vorsieht (von denen bisher keine realisiert wurde).
Die Argumente gegen Erdkabel sind durch die technische Weiterentwicklung inzwischen überholt. Dem verschließen sich die Netzbetreiber, und die Genehmigungsbehörden verweisen auf die Gesetzeslage.
Von der Firma Infranetz AG in Müden an der Aller, einem mittelständischen Unternehmen: www.infranetz.de, wurde ein System zur Verlegung von Kabeln für Höchstspannungsgleichstrom vorgelegt, das die Kabelverlegung revolutionieren könnte. Aber die Netzbetreiber bekämpfen die Konkurrenz. Und so wird argumentiert:

 Netzbetreiber  Infranetz AG
 Erdkabel erfordern 40 m Trassenbreite, die ständig frei zu halten ist.  Das neue System erfordert eine Grabenbreite von nur ½ Meter
pro Kabel
 Der Erdboden oberhalb des Kabels wird warm und trocknet aus, die Vegetation stirbt ab.  Gleichstromleitungen erwärmen sich wesentlich geringer als Wechselstromkabel. Die Verwendung von so genanntem Flüssigboden bewirkt eine sehr gute Wärmeabführung.
 Bei Störungen ist der Aufwand zur Ortung und zur Behebung des Schadens sehr groß und die Ausfallzeit viel länger.  Durch das Mitführen eines Lichtleiters kann der Schaden auf cm genau geortet werden. Flüssigboden lässt sich leicht aufgraben, so dass ein neues Kabelstück verlegt werden kann.
 Kabelstücke von maximal 300 m Länge müssen vor Ort mit Muffen zusammengeschlossen werden, wofür entsprechend alle 300 m ein Gebäude von über 100 m² Grundfläche zu errichten ist.  Deutschland hat ein weit verzweigtes Kanalsystem. Mit Schiffspontons lassen sich Kabeltrommeln mit 3000 m Kabel am Stück über Kanäle transportieren. An Land können Distanzen von bis zu1 km vom Kanal aus verlegt werden. Damit werden alle Lastzentren erreicht. Das vorgeschlagene System macht Muffen überflüssig. Es werden lediglich in Reinraumtechnik vorgefertigte Endverschlüsse in Koppelstationen von 10x10 m Grundfläche miteinander verbunden.
 Die Kabeltechnik ist nicht ausgereift und die Lebensdauer zu kurz die Kabeltechnik entspricht der von Seekabeln und ist technischer Standard.  Die Lebensdauer kann wegen des Verzichts auf die störanfälligen Muffen mit 80 + X Jahren veranschlagt werden.
 Der Anschluss von Gleichstrom an das Wechselstromnetz ist problematisch und teuer.  In der Schalttechnik sind deutliche Fortschritte erzielt worden, so dass das Problem der Schaltung unter Höchstspannung als gelöst anzusehen ist.
 Erdkabel sind erheblich teurer als Freileitungen. Hindernisse wie Straßen oder Flüsse lassen sich mit Freileitungen leicht überspannen. Bei den vorgesehenen Höchstspannungs-Gleichstromkabeln führen zahlreiche Neuerungen zu einer Kostenreduktion, so dass die Erdkabel pro km bei gleicher Leistungsübertragung nicht teurer sind als Freileitungen.


 
Eine Kostenreduktion ergibt sich aus der Verwendung von Aluminium statt Kupfer für die Kabel, einer Verlegung in sog. Flüssigboden, den Wegfall verschiedener elektrotechnischer Probleme gegenüber den geplanten Langstrecken-Wechsel-stromleitungen als Freileitungen und einem Zeitgewinn infolge einer höheren Akzeptanz. Für genauere Angaben siehe

Weitere Erläuterungen (folgen) 

Erdkabel haben zusätzliche Vorteile: Es gibt keine Gesundheitsgefahren, keine toten Vögel, keine Unfälle durch Anflug von Sportflugzeugen, kein Risiko von Schäden durch Hurricanes (die als Folge der Klimaerwärmung zunehmen werden), geringe Wartungskosten, es sind keine Enteignungen erforderlich, die Bauzeit ist kürzer und als vermutlich wichtigstes Argument: eine Verkürzung und Vereinfachung der Genehmigungsverfahren auf Grund einer hohen Akzeptanz in der Bevölkerung.
Das einzige Argument, das eine Verweigerung begründen kann, ist, dass es in dieser Form noch kein Referenzobjekt gibt (ein Argument, das jegliche Innovation abwürgt). Für ein Pilotprojekt könnten jedoch bei politischem Willen die formalen Barrieren rasch überwunden werden.

Zu 7.4
In der Erkenntnis, dass die bisherige Planung des europäischen Stromhandels mit dem hierfür notwendigen Netzausbau auf veralteten Grundlagen beruht, muss die europäische Gesetzgebung hierzu infrage gestellt werden. Deutschland sollte dabei Vorreiter für den Klimaschutz sein und dieses Ziel bei seinen Nachbarn vertreten.
Kritiker des Netzentwicklungs- bzw. Bundesnetzbedarfsplans weisen zu Recht darauf hin, dass die finanziellen, ökologischen und sozialen Lasten für den Ausbaus des Übertragungsnetzes den Bürgern über die Stromrechnung aufgebürdet werden, die Gewinne aus dem internationalen Stromhandel jedoch den EVUs zufließen. Diskutiert wird, ob der Bau der „Stromautobahnen“ nicht ebenso Aufgabe des Staates ist wie der Bau der Bundesverkehrsstraßen. Eine andere Möglichkeit wäre die Beaufschlagung der Strompreise mit Netzgebühren für die Länder, für die der Strom durch Deutschland (oder ein anderes Nachbarland) fließt.
Da langfristig mit einer steigenden energetischen Unabhängigkeit der europäischen Staaten durch den Zubau von EE zu erwarten und zu erhoffen ist, sollten Vorhaben, die Investitionen für die nächsten 80 Jahre darstellen, mit Zurückhaltung geplant werden.

Zu 7.5
Aus toxikologischer Sicht weisen experimentelle Studien, die zur Bestimmung eines Sicherheitsgrenzwertes durchgeführt werden, drei prinzipielle Schwachpunkte auf:
1. Veränderungen werden nur an Parametern beurteilt, die auch messbar sind. Epigenetische Veränderungen (am Steuersystem der Genomablesung), vorzeitige Alterung oder erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen können nicht gemessen werden.
2. Langzeiteinwirkungen niedriger Dosen über mehrere Jahre, in frühen Entwicklungsphasen oder durch andere Einflüsse belastete Organismen werden nicht erfasst.
3. Es wird nicht berücksichtigt, dass sich schädigende Einflüsse verschiedener Herkunft, auch wenn sie auf unterschiedlichen Wirkungsmechanismen beruhen, addieren – oder sogar potenzieren können.
Epidemiologische Untersuchungen sind daher eine wichtige Grundlage zur Abschätzung von Sicherheitsgrenzwerten, werden aber von nationalen und internationalen Gremien als „weiche Daten“ nicht ausreichend berücksichtigt. Epidemiologische Studien zeigen, dass bei einer magnetischen Flussdichte von 0,3 – 0,4 Micro Tesla – das entspricht etwa 100m Abstand von einer Freileitung, ein Risiko für Leukämie bei Kindern besteht.
Untersuchungen der letzten 20 Jahre haben die ungeheure Komplexizität der biologischen Systeme im Zellkern aufgezeigt. Bei jeder Zellteilung wird mit dem Genom das gesamte System der Steuerung der Zellfunktionen exakt kopiert. Zur Reparatur von Abweichungen steht ein hoch kompliziertes Arsenal von Reparaturmechanismen bereit, das auch störanfällig ist. Fehler dieses Systems können aber sehr verschiedenartige Auswirkungen haben und sind daher weder zytologisch noch statistisch abzusichern (15). Bürgerinitiativen fordern deshalb zu Recht, statt des im Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegten Sicherheitsgrenzwertes (100 µTesla) einen Vorsorgewert von 0,1 µTesla verbindlich vorzuschreiben. Das bedeutet bei 380 KV-Leitungen ein Abstand von 400m zu Wohngebieten und mindestens 200 m zu Einzelgebäuden im Außenbereich. Im niedersächsischen Erdkabelgesetz und in der Schweizer Abstandsverordnung ist diese Forderung bereits enthalten.

Zu 7.6
Schutzgebiete dienen dem Erhalt der Artenvielfalt und der Funktionsfähigkeit biologischer Stoffkreisläufe. Sie sind kein Luxus, sondern gewährleisten die ökologische Stabilität unseres Lebensraums und für die Menschen einen Ausgleich für die technische Überformung ihrer täglichen Umgebung. Es ist daher nicht zu akzeptieren, dass durch Ausnahmen und Befreiungen von gesetzlichen Bestimmungen die Schutzgebiete zu Nutzgebieten umfunktioniert werden. Die Missachtung unserer Naturschutzgesetzgebung führt regelmäßig zu Konflikten und Verzögerungen.

8. Weitere politische Maßnahmen 

Unter dem Aspekt des Klimaschutzes sind neben den Maßnahmen zur dezentralen Energieerzeugung gesamtgesellschaftliche Weichenstellungen erforderlich, um zu einer gerechten Gesellschaftsordnung zu kommen. Qualifizierte Bürgervoten müssen zukünftig wesentlich mehr Einfluss gewinnen können, und zwar bereits zu Beginn der Planung, d.h. vor Einleitung eines Raumordnungsverfahrens. Planung und Entscheidung durch die Vertreter der Großindustrie im Alleingang und Lobbyismus sind nicht länger akzeptabel, da sie sich am Profit und nicht am Allgemeinwohl orientieren.

Zu 8.1
Der Strommarkt ist geprägt von vier großen Unternehmen, von denen allein zwei über die Hälfte der Erzeugungskapazität verfügen2). Für die dezentralen Erzeuger bedeutet dies, dass sie sich häufig Marktzutrittsbarrieren oder schlechteren Wettbewerbsbedingungen ausgesetzt sehen. Die Hemmnisse, die von der EU bis zur kommunalen Ebene bestehen, sind bekannt und müssen durch entsprechende Gesetzesänderungen beseitigt werden
Siehe UBA- Studie http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4195.pdf  Seite 120.

Zu 8.2
Der niedrige Preis für CO2-Emissionszertifikate ist einer der Gründe, weshalb Kohlestrom an der Strombörse so billig ist, Gas- und Wasserkraftwerke unrentabel macht und in alle unsere Nachbarländer exportiert wird. Wegen ihrer geringen Flexibilität müssen die EE- Anlagen bei starkem Wind und hoher Sonneneinstrahlung abgeschaltet werden. Das Ziel der Energiewende, CO2 einzusparen, wird dadurch nicht erreicht. Der CO2-Ausstoß in Deutschland ist 2012 sogar gestiegen. Dem kann durch eine Preiserhöhung für die Emissionszertifikate schnell und wirksam entgegengewirkt werden.

Zu 8.3
Wie bereits ausgeführt, verhindern Kohlekraftwerke die Aufnahme von Wind- und Solarstrom und stehen damit der Energiewende im Wege. Braunkohle ist die am wenigsten energiereiche Kohle, der Tagebau verursacht die größten Umweltschäden in der Fläche und hohe Folgekosten. Gerade ist bekannt geworden, dass der Braunkohlebergbau in der Lausitz ein ökologisches Katastrophengebiet schafft. Durch die Freisetzung von Eisenhydroxyd und Sulfat kommt es zur sog. Verockerung der Gewässer und zu einem Sulfatanstieg im Grundwasser mit einer Gefährdung der Trinkwasserversorgung in der Region in und um Cottbus. Sanierungskosten in 2-stelliger Millionenhöhe müssen vom Steuerzahler aufgebracht werden (16). 

Zu 8.4
Die Kosten der Beseitigung von Umweltschäden durch den Kohlebergbau werden bisher weitgehend von der Allgemeinheit getragen. Hier ist ein Wechsel der Gesetzgebung erforderlich, der dem Verursacherprinzip entspricht.

Zu 8.5
Die technische Entwicklung hat zu immer höheren Windstrommühlen geführt, die eine bessere Leistungsbilanz haben. Die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu, aber auch die Sichtbarkeit in der Landschaft und die Geräusche. Leider nimmt auch die Zahl der getöteten Vögel und Fledermäuse zu, so dass dem Bau immer höherer WKAs Grenzen gesetzt werden muss.

Zu 8.6
Eine Befragung von Immobilienmaklern ergab, dass eine Freileitung im Abstand von unter 200 Metern zu einer Wertminderung um mindestens 1/3 führt. Sie kann auch die völlige Unverkäuflichkeit der Immobilie zur Folge haben. Ein Ausgleich des Wertverlustes ist daher von den Netzbetreibern zu fordern.

Zu 8.7
Die derzeit für Deutschland geplanten Offshore-WKAs sind die teuersten Anlagen zur EE-Stromerzeugung und sind daher im Vergleich zu WKAs an Land unwirtschaftlich. Sie erfüllen auch nicht die Aufgabe von Grundlastkraftwerken, da sie nicht in einer Zone beständiger Winde wie zum Beispiel in der Zone der Passatwinde liegen, sondern in der unruhigen Westwindzone, in der sich Hoch- und Tiefdruckgebiete abwechseln. Sie tragen daher nicht zu einer zuverlässigen, gleichmäßigen Stromversorgung bei, vielmehr müssen sie durch so genannte Regelenergie in Form von Speichern oder flexiblen Gaskraftwerken mit hoher Leistung ergänzt werden. Dazu kommen die hohen Kosten für die Höchstspannungsleitungen, mit denen der Strom nach Süddeutschland geleitet werden soll. Eine volkswirtschaftliche Kosten/Nutzenberechnung wurde bisher nicht vorgelegt. Gravierende ökologische Schäden treten inzwischen auch zutage (Schweinswale können sich nicht mehr akustisch orientieren und verlieren ihre Jungen). Nur wenn der Nachweis erbracht würde, dass das Konzept ökonomisch sinnvoll und unverzichtbar ist, dürfte der Bau weiterer Offshore Windfelder fortgesetzt werden.

Zu 8.8
Gaskraftwerke, die nur Teilzeit laufen, produzieren teureren Strom als voll ausgelastete Kraftwerke. Da sie fast ohne Verzögerung angeworfen werden können, dienten sie früher, bevor die Mittagsspitze durch Strom von PV-Anlagen abgedeckt werden konnte, zum Ausgleich der mittäglichen Höchstlast. Diese Aufgabe entfällt jetzt zunehmend. Daher sind sie inzwischen unrentabel und stehen teilweise vor der Schließung. Ebenso betroffen sind Wasserwerke und Pumpspeicherwerke. Flexible Kraftwerke werden aber dringend benötigt für Zeiten, in denen kein Wind weht und keine Sonne scheint oder alle PV-Anlagen von Schnee bedeckt sind. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, muss die Vorhaltung von Leistungskapazität honoriert werden. Dies würde eine Änderung im System der Stromfinanzierung erforderlich machen. Geeignete Regulierungen werden derzeit diskutiert (17). 

Zu 8.9
EU-Kommissar Oettinger hat sich zum Ziel gesetzt, ein europaweites CCS-System zu installieren. Die Planungen sind gigantisch: 22.000 oder 37.000 km CO2 Pipelines, 240 Kohlekraftwerke mit CO2 Abscheidung, jährliche Verpressung von über 1 Mrd. Tonnen CO2, wobei mit Kosten von 100 EURO pro Tonne zu rechnen ist, Gesamtkosten von 1 Billion EURO, Verdoppelung der Stromerzeugungskosten. Da die Technik sehr energieaufwändig ist und zur Erzeugung der gleichen Strommenge 50% mehr Kohle verbrannt werden muss, gehen die Vorräte umso schneller zu Ende. Die als Vorbilder angeführten CO2-Endlager in der norwegischen Nordsee haben entweder bereits 24% des verpressten CO2 unerkannt verloren, wobei das CO2 mehrere in den Modellen als dicht vorhergesagte Tonschichten durchdrungen hat, oder es haben sich die Drücke so stark erhöht, dass schon eine Verpressungsstelle geschlossen werden musste, um ein Bersten des Deckgebirges zu vermeiden (18). 
Dies zeigt, dass die Technik teuer, gefährlich, unsicher und unsinnig ist. Hier wird sehr viel Geld in einen Forschungspfad investiert, der klimapolitisch in eine Sackgasse führt. Die Mittel fehlen dann für nachhaltige Entwicklungen.

Zu 8.10
Eine Ausbeutung auch noch der letzten Vorkommen fossiler Energieträger ist klimapolitisch kontraproduktiv und treibt die Strompreise in die Höhe. Dazu kommen die Umweltschäden und Gesundheitsgefahren, die mit der Ausbeutung speziell der Gasvorkommen in Gesteinen durch das sog. Fracking entstehen. Gerade ist ein Gutachten dazu von der Bundesanstalt für Geowissenschaften veröffentlicht worden, das die Anwendung dieser Methode als unverantwortlich charakterisiert (19). 


Zu 8.11
Die ökologischen Folgen einer massiven Biogasförderung, die den Landwirten ein zusätzliches Standbein verschaffen sollte, wurden anfänglich nicht erkannt und werden auch heute noch vielfach ignoriert. Die hohen Subventionen haben einer Agrarindustrie den Weg bereitet, die unsere nachhaltig wirtschaftende, vielseitig und in Kreisläufen arbeitende bäuerliche Landwirtschaft zunehmend verdrängt. Dies wirkt sich zunehmend auf das Landschaftsbild aus, bewirkt Boden-, Grundwasser- und Oberflächenwasserbelastungen mit Stickstoff, Phosphor, Schwermetallen und Pestiziden, Artensterben, Straßenschäden und Höfesterben mit allen seinen sozialen Folgen. Dieser Entwicklung muss dringend Einhalt geboten werden, nicht zuletzt deshalb, weil es bei der jetzigen Art der Energiegewinnung mit Biogas zu keiner CO2- Einsparung kommt (7). 

Zu 8.12
Das im Jahr 2000 beschlossene EEG hat den Erneuerbaren Energien weltweit zu einem großartigen Siegeszug verholfen und hat innerhalb der letzten 12 Jahre zu einer Kostenreduktion pro kWh auf weniger als ein Fünftel bei PV und bei Windstrom geführt. Der rasche Anstieg der Erzeugung wurde damals nicht erwartet und die Speicherproblematik nicht berücksichtigt. Das EEG muss daher an diese Notwendigkeit angepasst werden und – in Verbindung mit dem Energiewirtschaftsgesetz – den Impuls zur Erlangung einer Wettbewerbsfähigkeit von Speicherstrom setzen.

Zu 8.13
Eine intensive Beteiligung und das Ernstnehmen besonders der Jugend erhöht die Akzeptanz des Umbaus unserer Energieversorgung mit allen Neuerungen, die eine Abkehr vom Gewohnten bedeuten werden. Jährlich wiederkehrende Wettbewerbe zum Thema Energiewende nach dem Muster von „Jugend forscht“ bedeuten eine hohe Motivation, sich mit technischen und klimapolitischen Fragen zu beschäftigen.

9. Vorschläge zur Finanzierung

Zu 9.1
Die soziale Ungleichheit in den Industrieländern wächst seit gut 30 Jahren. 1985 verdiente ein führender Manager in einem deutschen Konzern das 20-fache eines normalen Arbeitnehmers, 2011 bekam er 200mal so viel (20). Diesem Trend kann und muss durch eine gerechte Lastenverteilung Einhalt geboten werden.

Zu 9.2
Wie schon unter Punkt 8.2 beschrieben, hemmt der niedrige Preis für „Verschmutzungsrechte“ die Energiewende in hohem Maße. Das Geld aus dem Verkauf der CO2 Emissionszertifikate stellt die finanzielle Basis dafür dar, die Energieeffizienz in Deutschland voranzutreiben. Deutschland ist zur Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie verpflichtet.

Zu 9.3
Vorschläge klimaschädlicher Finanzhilfen und Steuervergünstigungen, die abgebaut werden können, sind:
– Strompreisermäßigung durch diverse Befreiungen der energieintensiven Industrie
– F + E – Gelder für Fracking und CCS
– Subventionen für Steinkohle
– Begünstigungen der Braunkohlewirtschaft
– Steuerbefreiungen von Raffinerien, Gasgewinnungs- und Kohlebetrieben
– Steuerbefreiung für die Herstellung von Kunststoffen und Düngemitteln
– kostenfreie CO2 Emissionszertifikate
– Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff
– Steuerbefreiung für Flugbenzin
– Subventionierung von Biogasanlagen und Stallanlagen für die Massentierhaltung
– Sperrung von Hermes-Krediten für Kohlekraftwerke für Griechenland
– keine Subventionierung der Kernenergie: Am 20.01.13 wurde überraschend von Wirtschaftsminister Rösler der Beschluss gefasst, auch künftig den Bau von Atomkraftwerken im Ausland über Hermesbürgschaften zu unterstützen. Das AKW Temelín (Erdbebengebiet) ist eines der Projekte, die bereits den Status "Letter of Interest" haben, das heißt, dass die grundsätzliche Bereitschaft zur Prüfung einer Bürgschaft bei der Bundesregierung besteht. Das offenbart Verantwortungslosigkeit und stellt eine Torpedierung der Energiewende dar.

Zu 9.4
In die Entwicklung eines Fusionsreaktors (Energieerzeugung durch Verschmelzung von Wasserstoffatomkernen zu Helium) werden seit Jahrzehnten jährlich Millionenbeträge investiert, ohne den Sinn einer so gigantischen zentralen Energiequelle zu hinterfragen. Österreich ist bereits aus dem Projekt ausgestiegen.

Zu 9.5
Deutschland hat bereits ein weit überdurchschnittlich dichtes Stromnetz. Wie unter Punkt 7 ausgeführt, würde eine Netzplanung unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Kosten und des Potentials der dezentralen Versorgung den Netzausbau deutlich verringern.

Zu 9.6
Siehe hierzu die Erläuterungen zu Punkt 8.7

Zu 9.7
Der Klimawandel bedroht die gesamte Menschheit. Bei Entscheidungen der Regierung über Kreditvergaben und Bürgschaften muss der Klimaschutz oberste Priorität haben. Deutschland kann mit seiner Erfahrung bei der solaren Energiegewinnung qualifizierte Empfehlungen für Alternativen zur fossilen Energiegewinnung geben und damit der deutschen Solarindustrie Exportchancen eröffnen.

Zu 9.8
Die „Energie in Bürgerhand“ mit ihrer dezentralen Struktur lässt sich deutlich schneller realisieren als der Netzausbau für eine großräumige Stromversorgung. Am Umbau der Verteilnetze sollten Kapitalgeber aus der Bevölkerung, die die Entwicklung in ihrer Region fördern wollen, beteiligt werden. Im Gegensatz dazu wäre die Finanzierung der Übertragungsnetze Aufgabe des Bundes. Hierfür müssten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, TenneT, Transnet-BW und 50-Hertz Transmission zu einer gemeinsamen Netzgesellschaft zusammengeführt werden.


Informationsquellen
Viele Fakten und Zusammenhänge wurden den Mitgliedern von Bürgerinitiativen in Informationsveranstaltungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit Fachleuten zum Netzausbau, zu den Umwelt- und Gesundheitsaspekten der Stromversorgung, zu Speichermöglichkeiten, intelligenten Stromnetzen u.a. vermittelt. Dazu kamen Broschüren der DUH und von ihr empfohlene Fachzeitschriften zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien. Darüber hinaus sind folgende Publikationen eingeflossen:
1.) – Sachverständigenrat für Umweltfragen: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar, Stellungnahme Mai 2010
– Forschungsverbund Erneuerbare Energien: Eine Vision für ein nachhaltiges Energiekonzept auf Basis von Energieeffizienz und 100% Erneuerbaren Energien, Juni 2010
– Umweltbundesamt: Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen, Juli 2010
2.) Studie im Auftrag des UBA: CO2 Emissionsminderung durch Ausbau, informationstechnische Vernetzung und Netzoptimierung von Anlagen dezentraler, fluktuierender und erneuerbarer Energienutzung in Deutschland. November 2011
3.) Claudia Kemfert: Kampf um Strom – Mythen, Macht und Monopole. Murmann Verlag März 2013
4.) Persönliche Mitteilung von Adi Golmann auf der Tagung der DUH vom 21. 03. 2013.
siehe www.kwkkommt.de und www.stromerzeugende-heizung.de  
5.) Fachgespräch der GRÜNEN Bundestagsfraktion: Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie 20. 02. 2013 und Gutachten der PROGNOS AG: Endenergieeinsparziel gem. Art. 7 EED und Abschätzung der durch politische Maßnahmen erreichbaren Energieeinsparungen. 05. 02. 2013
6.) Die Energy Watch Group ist ein von Stiftungen finanziertes internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Parlamentariern. Zum Bericht siehe
http://www.energywatchgroup.org/fileadmin/global/pdf/EWG-update3012_kurz-dt_22_03_2013.pdf
7.) Fritz Heydemann (NABU Schleswig-Holstein): Agrargasanlagen und Maisanbau – eine kritische Umweltbilanz. September 2011 und
Butterbach et al.: Treibhausgasbilanz nachwachsender Rohstoffe. KIT Scientific Reports 7556, 2010
8.) Mitteilung auf dem 3. Kongress der DUH: Erneuerbare (neu) vernetzt, 19./20. Februar 2013 (Dr. R. Habeck)
9.) Konferenz von Eurosolar: Wasserkraftnutzung – ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energiewende, Bonn18. 04. 2013. Thema 1: Durchgängigkeit der Fließgewässer – Konsequenzen für die Wasserkraft. Thema 2: Innovative Lösungen zur Vereinbarkeit von Wasserkraft und Durchgängigkeit.
10.) PM Märkische Oderzeitung 27. 03. 2013
11.) Solarbrief 2/2012, Artikel des SFV: Beitrag von Photovoltaikanlagen mit integrierten Stromspeichern zur Energiewende. p. 14
12.) L. Jarass u. G.M. Obermair: Welchen Netzumbau erfordert die Energiewende? Verlag MV Wissenschaft, 2012 p. 165
13.) Vorträge auf dem Alternativen Energiegipfel TU Ilmenau 1. 12. 2012 und Tagung des DIW Berlin 05. 04. 2013: Netzausbau in Deutschland und den Europäischen Nachbarländern – ist weniger mehr?
14.) DIW Wochenbericht Nr. 20 2012: A. Schröder et al.: „In Ruhe planen – Netzausbau in Deutschland und Europa auf dem Prüfstand“ p. 3-12 und Interview mit C. v. Hirschhausen: „Engpässe sind beherrschbar“ p. 13-15
15.) Bernhard Kegel: „Epigenetik – Wie Erfahrungen vererbt werden“ Verlag Dumont, 2011
16.) PM Märkische Oderzeitung 06.04. 2013
17.) AGORA Energiewende: Kapazitätsmarkt oder strategische Reserve: Was ist der nächste Schritt? März 2013
18.) Bürgerinitiativen gegen CO2-Verpressung: Offener Brief an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel vom 08. 04. 2013
19.) UBA Gutachten: Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten. August 2012
20.) AGORA Energiewende: Kostenoptimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Studie der Consentec GmbH mit dem Fraunhofer IWES. März 2013