Stand: 25.11.2013

Presse

 Märkische Oderzeitung vom 10.02.2010

Von der Bürgerinitiative zum Verein

Altkünkendorf/Mitglieder der Bürgerinitiative "Biosphäre ohne Massentierhaltung" haben am Dienstagabend einen Verein gegründet. Der Verein zum Schutz der Biosphäre und zur Förderung des Umlandes von Angermünde will sich für den Erhalt der Landschaft und die Förderung des Tourismus engagieren. Aktueller Schwerpunkt bleibt der Kampf gegen eine Erweiterung der Milchviehanlage in Schmargendorf.

Ge- und Entschlossenheit haben die Frauen und Männer schon als Bürgerinitiative bewiesen, die sich relativ spontan gegründet hatte, um dem Protest gegen den geplanten Ausbau der Milchviehanlage in Schmargendorf mehr Gewicht zu geben. "Zubila e. V." ist die Kurzform des am Dienstagabend in Altkünkendorf gegründeten Vereins "Zukunft Biosphäre und Lebensraum Angermünde e. V.". "Seine Aufgaben sieht der Verein in der Mitwirkung und langfristigen Sicherung der Schutzziele des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und der Entwicklung von Angermünde als staatlich anerkanntem Erholungsort", erklärt Anita Schwaier, die auf der Gründungsversammlung zur Vorsitzenden gewählt wurde. Durch Informationsaustausch zu ökologischen und kulturellen Projekten sollen Bevölkerung und Verantwortliche für die Probleme der Region und die Bedürfnisse der Menschen, die hier leben, sensibilisiert werden. Der Verein sieht sich als Vermittler zwischen Behörden und der Bevölkerung und will mit Vereinen und Bürgerinitiativen mit ähnlichen Zielen zusammenarbeiten, erklärt Anita Schwaier. Der Verein ist aus der Bürgerinitiative "Biosphäre ohne Massentierhaltung" hervorgegangen, will aber auch in anderen Bereichen aktiv werden. Von den 20 Teilnehmern der Gründungsversammlung wurden neben Anita Schwaier aus Altkünkendorf außerdem Gerhard Hoppe aus Grumsin als Stellvertreter sowie Hans-Jürgen Bewer aus Altkünkendorf, Thomas Bernstein aus Schmargendorf als Beisitzer sowie Frau Brigitte Rothe aus Schmargendorf als Kassenwartin in den Vorstand gewählt.

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben dem Vorstand auch Dieter und Renate Prollius aus Schmargendorf, Manfred Sack aus Schmargendorf, Günther Kujoth aus Zuchenberg und Eberhard Henne aus Steinhöfel.

Es gehe nicht nur allein darum, die Erweiterung der Rinderställe in Schmargendorf zu verhindern, sondern allgemein um die Erhaltung der Landschaft und die Förderung des Naturtourismus in der Region und damit auch um die Entwicklung von Angermünde zum staatlich anerkannten Erholungsort, erklärte Dieter Prollius. Dazu gehöre durchaus auch Landwirtschaft, aber mit Verantwortung für die Natur und die Landschaft.

Die Pläne der Erweiterung des Milchgutes sieht der Verein kritisch und nicht vereinbar mit den Kriterien des Biosphärenreservates und den Zielen eines Erholungsortes.