Stand: 25.11.2013

Unsere Ziele

Wir setzen uns dafür ein, die Natur unserer Heimat in ihrer Weite, Schönheit und Vielfalt zu bewahren.  Auch bei uns findet ein Konkurrenzkampf um Flächen statt. Wir wollen verhindern, dass geschützte Räume weichen müssen zu Gunsten einer Nutzung als Baufläche, Verkehrsfläche oder intensiv genutzte Anbaugebiete für nachwachsende Rohstoffe, für Tierfutter oder Nahrungsmittel. Konventionell arbeitende landwirtschaftliche Betriebe im Biosphärenreservat sollen schrittweise auf ökologischen Anbau umgestellt werden. Der Erhalt von Naturschutzgebieten mit ihrer Artenvielfalt ist Garant für einen leistungsfähigen Naturhaushalt, für sauberes Trinkwasser, gesunde Nahrung und saubere Luft. Ihr Schutz wird von Politikern zwar wortreich gefordert, aber in ihrer Bedeutung gewöhnlich nicht ernst genommen.
Die Erfahrung zeigt: gesetzlicher Schutz ist dabei oft wirkungslos, solange die Bürger den Erhalt der Natur nicht aktiv einfordern. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist Information.

Wissen, was geplant ist und welche Folgen daraus entstehen, diskutieren, ob wir das wollen und welche Möglichkeiten der Einflussnahme für uns bestehen – Alternativen aufzeigen und unsere Interessen gegenüber Behörden, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit  vertreten – das ist unser Ziel.

Aktuelle Aufgaben

Milchviehanlage Schmargendorf: Keine Massentierhaltung im Biosphärenreservat
Der holländische Investor Theodosius Dobbe plante seit 2008 eine erhebliche Vergrößerung seiner Milchkuhhaltung in Schmargendorf. Die Genehmigung wurde nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beantragt. Ursprünglich waren 240 Rinder- und 60 Kälberplätze genehmigt worden. Die Milch fließt durch eine Leitung vom Melkstand direkt zum benachbarten Molkereibetrieb Hemme-Milch, wird dort verarbeitet und regional vermarktet. Ein Betrieb, der sehr gut zu den Entwicklungszielen des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin passt. Dass daraus eine argarindustrielle Anlage wurde, hat ZUBILA verhindert! Der Antrag auf Erweiterung wurde abgelehnt. Allerdings wurde dagegen Widerspruch eingelegt. Die Begründung steht noch aus (28. 10. 13). Es bleibt also spannend. Wir werden den Fortgang verfolgen. weiter >> 

Ferkelaufzucht Klein Ziethen
Auch der Wiederaufbau einer Stallanlage aus der Zeit vor der Wende, 3 km südwestlich von Schmargendorf, wurde abgelehnt. Dort sollten 26.000 Ferkel pro Jahr aufgezogen werden. Die Tiere sollten aus Holland nach Klein Ziethen transportiert und bei Erreichen des Zielgewichts wieder zum Schlachten zurück nach Holland gefahren werden. Die Klage gegen den Ablehnungsbescheid wurde zurückgezogen.

380 KV Leitung
Der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission GmbH, der das Hochspannungsübertragungsnetz für Vattenfall betreibt, plant den Bau der Uckermarkleitung, eine gewaltige Stromtrasse durch unser Biosphärenreservat, durch ein Europäisches Vogelschutzgebiet, dicht entlang an Wohnbereichen und durch ein Siedlungsgebiet in Eberswalde hindurch. Dagegen protestiert die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat“. Unser Verein hat sich dem Protest angeschlossen. Nach intensivem Studium des Netzentwicklungsplans sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass mit dieser Planung das alte zentralistische System der Energieversorgung zementiert wird. Für uns liegt die Zukunft dezentral in Bürgerhand!Weiter>> 

Grumsiner Forst
 Die UNESCO hat den Buchenwald Grumsin zum Weltnaturerbe erklärt. weiter >> 

Photovoltaik auf alle Süd-Dächer
Ein Leitfaden für die Stadtverordneten von Angermünde und für die Bürger wurde erarbeitet, ZUBILA hatte daran wesentlichen Anteil. weiter >> 

Neubau Forstverwaltungshaus und Jagdgästehaus
Nördlich von Görlsdorf bei Angermünde plant Fürst Oettingen-Spielberg im Außenbereich innerhalb des Biosphärenreservates und in unmittelbarer Nähe zum NSG „Große Plötz“, einem bedeutenden Schlafplatz für Kraniche, Gänse und weitere Wasservögel sowie Brutgebiet zahlreicher geschützter Arten, den Neubau eines Forstverwaltungshauses und eines angeschlossenen, exklusiven Jagdgästehauses. Der Bauantrag wurde abgelehnt, weil er gegen die Biosphärenreservatsverordnung verstößt. Allerdings unterstützt die Stadt Angermünde eine Klage gegen die Ablehnung.

Zukunft Biosphäre und Lebensraum Angermünde e.V.