Stand: 25.11.2013

Photovoltaik auf alle Süddächer

Eine Handlungsrichtlinie für mehr Solaranlagen, gedacht für Stadtverordnete und Bürger, wurde von ZUBILA zusammen mit der AGENDA - Gruppe Angermünde erarbeitet.
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Bei der zukünftigen Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE) sind Solaranlagen eine unverzichtbare Komponente. Zum einen die thermischen Solaranlagen (Warmwasserröhren): sie können den Verbrauch an Gas, Kohle oder Öl im privaten Bereich für warmes Wasser erheblich senken. Bei der modernen Technik mit Vakuumröhren reduzieren sie auch die Kosten für die Raumheizung, sogar im Winter.

Für die Zukunft noch bedeutsamer sind Photovoltaik-Anlagen. Sie liefern den meisten Strom zur Mittagszeit, wenn der Strombedarf am höchsten ist. Das hat zur Folge, dass an der Strombörse die teuersten Stromanbieter nicht mehr zum Zuge kommen. Das sind gewöhnlich die veralteten Braunkohlekraftwerke und Gaskraftwerke. Da die teuersten Anbieter den Stromverkaufspreis für alle - AKWs und KKWs - bestimmen, sinkt dann der Strom-Einkaufspreis für alle Stromversorger. (Die EE laufen außer Konkurrenz, sie müssen laut Gesetz zuerst abgenommen werden).  Für die „fossilen“ Stromanbieter stellen PV-Anlagen somit die größte Konkurrenz dar. Wenn ihr „Mittagsverdienst“ entfällt, rutschen sie leicht in die roten Zahlen. Da Braunkohlekraftwerke zu den größten CO2- Produzenten gehören, bedeutet deren Stilllegung einen  hohen Beitrag zum Klimaschutz.

Zurzeit beteiligt sich ZUBILA an der Erarbeitung einer Empfehlung für die Stadtverordneten von Angermünde zur Etablierung von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden. Dies kann durch Vermietung der geeigneten Dachflächen auch fast ohne Eigenkapital der Stadt erfolgen.